Lesung | Stefan Zweig: »Praterfrühling« (1900)

Stefan Zweigs Erzählungen haben ihn zu einem der meistgelesenen Schriftsteller weltweit gemacht. Die diesjährige Lesereihe von Stadt:Bibliothek und Stefan Zweig Zentrum widmet sich seinem Frühwerk. In den zwischen 1900 und 1914 entstandenen Novellen offenbart sich bereits die feinsinnige, psychologisch analysierende Erzählweise des Autors. Viele der Themen, die in Zweigs späteren Texten eine zentrale Rolle spielen, sind in seinem Jugendwerk angelegt. 
Dazu gehören die Auseinandersetzung mit dem brüchigen Kosmos des Bürgertums im Fin de Siècle, mit komplexen Kindheits- und Beziehungswelten, aber auch mit der französischen Geschichte oder mit jüdischer Motivik. Als Meister der Kurzform schafft Zweig in diesen frühen Novellen eine dichte, oft melancholische Atmosphäre, in der er die seelischen Abgründe seiner Protagonisten intensiv ausleuchtet.
 

Stadt:Bibliothek und Stefan Zweig Zentrum laden zu sechs fesselnden Erzählungen des Autors ein. 

Die Reihe beginnt mit »Praterfrühling« (1900), eines der ersten Werke des jungen Schriftstellers. Die Novelle handelt von der bürgerlichen Geliebten eines Grafen. Als ihre Schneiderin ihr Kleid für den Wiener Prater nicht rechtzeitig liefert, zieht sie wieder ihre alten Kleider an und mischt sich unter das einfache Volk. Auf dem Prater fühlt sie sich in der Zeit zurückversetzt, „als sei sie wieder das schmächtige lebensdurstige Vorstadtkind von einstmals“. Am folgenden Tag begreift sie jedoch, dass eine Rückkehr in ihr altes Leben als einfache Bürgerin unmöglich wäre. 

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Meta-Informationen

Beginn
27.03.2025 | 16:30h
Ende
27.03.2025 | 17:00h
Organisator:In
Stefan Zweig Zentrum Stadtbibliothek Salzburg
Erstellt von
SZC Redaktion