Buchpräsentation mit Lesung und Gespräch: Die Welt von Gestern als Graphic Novel

Stefan Zweigs Die Welt von Gestern zählt zu den eindrucksvollsten autobiografischen Werken des 20. Jahrhunderts. In seinen Erinnerungen zeichnet der Schriftsteller das Bild eines weltoffenen Europas vor den Katastrophen des Ersten und Zweiten Weltkriegs und erzählt vom Aufstieg und Zerfall einer Epoche, die von kultureller Blüte ebenso geprägt war wie von Nationalismus, Krieg und Exil. Sein literarischer Rückblick ist zugleich ein eindringliches Plädoyer für Humanismus, Frieden und ein Europa der Verständigung.

Mit ihrer Graphic Novel eröffnet Bettina Egger einen neuen Zugang zu diesem literarischen Klassiker. Ausdrucksstarke Illustrationen verbinden sich mit ausgewählten Originalzitaten Stefan Zweigs zu einer vielschichtigen visuellen Erzählung, die seine Erinnerungen vom Wien der Jahrhundertwende bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs eindrucksvoll nachzeichnet. Die umsichtige Szenenauswahl und Interpretation der Künstlerin unterstreichen aber auch ein weiteres Mal die ungebrochene Aktualität von Zweigs Reflexionen über Demokratie, Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

 

Das Stefan Zweig Zentrum und der Pustet Verlag laden zur Buchpräsentation in die Edmundsburg ein, bei der Bettina Egger im Gespräch mit Klemens Renoldner Einblick in ihre bildkünstlerische Auseinandersetzung mit Zweigs Werk gibt.

Außerdem liest der Schauspieler Alex Kapl ausgewählte Passagen aus Die Welt von Gestern, vorgetragen zu den projizierten Bildern der Graphic Novel.

Alex Kapl, geboren 1997 in Wels (Oberösterreich), wuchs in Belgrad und Italien auf. Seine Schauspielausbildung absolvierte er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main sowie am Max Reinhardt Seminar in Wien. Bereits im Alter von sechs Jahren begann er Klavier zu spielen und wurde mehrfach bei Wettbewerben ausgezeichnet. 2015 erhielt er das Dr. Josef Ratzenböck-Stipendium des Landes Oberösterreich. Von 2021 bis 2023 war er Stipendiat der Liesel und Gisela Christ-Stiftung Frankfurt am Main mit dem Schwerpunkt Mehrsprachigkeit. 2020 war er am Burgtheater Wien in der Bühnenadaption von Kriegerin (Regie: Anja Sczilinski) zu sehen. Während seines Studiums arbeitete er unter anderem mit Wolfram Koch, Werner Wölbern und Susanne Wolff zusammen und gastierte am Hessischen Landestheater Marburg in Kokoro (Regie: Schirin Khodadadian). Am Theater in der Josefstadt stand er in Arthur Schnitzlers Das weite Land (Regie: Janusz Kica) auf der Bühne. Eine enge künstlerische Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Regieduo Nils Strunk und Lukas Schrenk, mit denen er zuletzt am Schauspielhaus Salzburg in Marie Antoinette arbeitete. Bei den Festspielen Reichenau war er außerdem in Hiob (Regie: Alexandra Liedtke) sowie in 24 Stunden aus dem Leben einer Frau (Regie: Gordon Greenberg) zu erleben. Neben seiner Theaterarbeit ist Alex Kapl regelmäßig in Film und Fernsehen präsent. Im Wiesbadener Murot Tatort steht er wiederkehrend an der Seite von Ulrich Tukur vor der Kamera. Zuletzt drehte er für Ulrike Ottingers Kinofilm Die Blutgräfin, der seine Weltpremiere auf der Berlinale feierte.

 

Dienstag, 28. Juli 2026, 18.30 Uhr

Stefan Zweig Zentrum, Edmundsburg

Bilder

Meta-Informationen

Beginn
28.07.2026 | 18:30h
Veranstaltungsort
Stefan Zweig Zentrum - Edmundsburg
Organisator:In
Stefan Zweig Zentrum Pustet Verlag
Erstellt von
SZC Redaktion